der bürgersteig muss weg – musikvideo

9 12 2010

erinnert ihr euch noch an das videoprojekt, über das ich vor ein paar monaten berichtet habe? stichwörter: nachbarschaftsstreit, bürgersteig, musikvideo… wem das alles nichts mehr sagt, der kann sich HIER und HIER nochmal updaten. für alle anderen gibt es direkt das entsprechende musikvideo.

fun facts am rande:

  • damit der ball bei 2:54 auch ordentlich durchs bild rollt, wurde eigens ein deutscher kicker engagiert. es war mir eine ehre.
  • mittlerweile ist der streit nicht mehr nur lokal ein thema – vergangene woche wurde sogar im nationalen fernsehen darüber berichtet!
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auf dem weg nach montréal – vielleicht…

7 12 2010

der wirklich viel zu kurze abstecher nach st. louis neigt sich auch schon wieder dem ende entgegen: 1,5 der zwei familientage sind vorbei – morgen nachmittag geht es wieder gen norden. so petrus das denn will. aus kanada erreichen mich nämlich nachrichten, dass es dort seit einigen stunden konstant schneit. und auch hier in den usa ist es beständig kalt und der schnee soll in der nacht kommen. ich hoffe jetzt einfach mal, dass das morgen alles glatt geht und auch die rück-einreise zu meinen kanadischen freunden ohne probleme über die bühne geht.

ach ja, es wäre außerdem noch schön, wenn sowohl ich als auch mein koffer den umstieg in new york schaffen würden und wir wirklich gemeinsam in montréal ankämen. fragen über fragen und viele, viele wünsche…

bis dahin noch ein paar schmunzler der letzten tage – die dazugehörigen bilder gibt es unten:

  • kaum ist man bei der „deutschen“ verwandtschaft in den staaten, gibt es auf einmal so viele langersehnte produkte: christstollen, salami, brot, das nach etwas schmeckt… heute kam mit der tageszeitung sogar der neue aldi-prospekt für diese woche!
  • wer in amerika kein geld für eine schönheits-op hat oder das risiko scheut, der kann sich auch einfach po-implantate in die hose stecken – meine lieblingswerbung des tages!
  • in new york verkaufen sie stinknormalen ham als black forest ham – und verlangen neun dollar für so ein sandwich! schwindel! und das auch noch im naturhistorischen museum!
  • es gibt tatsächlich einen mcdonalds in new york, in dem ein flügel steht, auf dem live musiziert wird – und das nicht einmal schlecht.
  • die new yorker weihnachtsshoppinghölle ist wirklich eine hölle. es ist hier der 6. dezember und weihnachtslieder stehen mir ganz weit oben!
  • ich habe jetzt endlich herausgefunden was aus den lindt-schoko-osterhasen wird, die sie in deutschland nicht bis zum osterfest verkauft haben: lindt-schoko-rentiere!!!
  • im restaurant in st. louis hat mich ein sehr netter mann gefragt, warum denn bitte sein land den verschuldeten griechen und vor allem deutschland finanziell helfen müsse – dabei habe man doch in amerika selbst genug probleme. und was ist denn überhaupt mit diesen faulen engländern los? warum zahlen denn die gar nichts?
    ich habe ihm dann anfangs sehr höflich versucht zu erklären, dass das so nicht ganz stimmt. er kenne aber jemanden, der die insider-infos hätte. der hat sogar ein buch darüber geschrieben. und wenn ich das nicht gelesen hätte, dann sei ich der dumme! außerdem war er fest davon überzeugt, dass es bald einen krieg zwischen deutschland und griechenland geben werde (wegen den hilfszahlungen) und dass die eu sowieso bald auseinander falle. ich habe dann mit einem schlichten „nope, i don’t think so“ geantwortet und er ist lauthals schimpfend davon gewalzt. ich meine, ein leises „fuck you“ gehört zu haben…
  • das ist aber auch alles kein wunder vor folgendem hintergrund: ich habe aus purem interesse zwei tage hintereinander die fox news um 21 uhr (hauptnachrichtensendung!) geschaut. alter schwede: sollte mich irgendjemand um höhere gez-gebühren bitten – ich zahle gern! DAS ist wirklich die hölle! 60 minuten nur berichte über lokale schießereien, raubüberfälle, morde und vergewaltigungen (alle mit fotos und vollständigen namen der vermeintlichen täter und opfer!); verhütungspillen für hunde; ein junge, der die brennenden haare seiner schwester gelöscht hat und deshalb von der feuerwehr offiziell als „superhero“ (kein witz!) ausgezeichnet wurde; einen „unfallschwerpunkt, an dem es in zwölf monaten elf unfälle gab, weil die autofahrer „zu freundlich waren“; sport; kurz ein paar bilder vom wetten-dass-unfall; wetter, wetter, wetter…
    in washington hat auch was statt gefunden – obama durfte seine steuerpläne in original sieben sekunden erklären – und dann ging es auch schon wieder zurück zum moderator, der sich bereit erklärt hat, dem wetterfritzen das auto vorzuwärmen. und einer familie, die ihr haus so hell wie eine kleinstadt beleuchtet, jetzt aber das haus verkaufen muss, weil der papa den job verloren hat. und die tochter muss jetzt selbst für ihren mcdonalds-besuch bezahlen. es gab tränen, einen spendenaufruf und den satz „es sollte das ganze jahr weihnachten sein – dann wären die leute immer hilfsbereit“. und gute nacht! richtige auslandsnachrichten? what the fuck?!

anbei noch ein paar impressionen der vergangenen tage und dann bis hoffentlich bald wieder aus kanada!

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niveauflexibel

29 11 2010

dass ich im niveau meiner witze und wortspiele flexibel bin, ist eine nicht-nachricht. kein neuigkeitswert. zumindest für die meisten von euch. jetzt habe ich ein schild entdeckt, das wohl den neuen tiefpunkt auf dem niveau-o-meter markiert – quasi unter null.

in zukunft heißt es also nicht mehr „fuß hoch, da kommt das niveau!“. künftig heißt es „das war wohl mal wieder tunnel-niveau!“. begleitet wird das natürlich von entgeisterten mimiken, blankem entsetzen und schamvollem „im-boden-versinken“.

unterirdisch? nicht tief genug! heute ist mal wieder "tunnel-niveau" angesagt!





the late late show

27 11 2010

liebe freunde der gepflegten spätabendunterhaltung,

letterman, leno, o’brien – sie sind allen ein begriff. craig ferguson weniger. und das vollkommen zu unrecht. der mann ist einfach großartig. seine show läuft auf cbs immer nach letterman. fergusons schottischer akzent, seine gestik, seine mimik – einfach zum niederknien. ach ja, lustig ist er auch noch.

das dachte sich wohl auch das französische fernsehen und hat die show einfach übernommen. das heißt jetzt nicht, dass the late late show mit craig jetzt auch in frankreich ausgestrahlt wird. nein, das heißt, dass die franzosen das konzept der show wirklich 1 zu 1 übernommen haben. man könnte auch sagen: sie haben es geklaut.

und so hat craig diese woche darauf reagiert:

wer jetzt angefixt ist: einfach mal bei youtube nach dem tvscraigferguson-channel suchen und genießen – es lohnt sich!

 

nachtrag

in der darauffolgenden show geht craig nochmal auf die ereignisse in frankreich ein – und macht dabei auch einen interessanten schlenker nach deutschland… (3:30)





1 j.a.a.

26 11 2010

hä?

j.a.a. – neue zeitrechnung: „1 jour après arnaud“ – „ein tag nach arnaud“.

nachdem mich so viele menschen um vorher-nachher-fotos gebeten haben, möchte ich diesem wunsch natürlich gerne entsprechen. here we go – fotos von vor und nach arnaud:

alter haarschnitt - alte mütze

neuer haarschnitt - neue mütze

leider ist es in montréal derzeit so kalt, dass man gar nicht ohne wärmendes mützchen aus dem haus gehen kann…

schönes wochenende!

ps: mir ist gerade aufgefallen, dass ich die neue bezeichnung vielleicht nochmal überdenken sollte. es lässt sich so schlecht zwischen vor und nach arnaud unterscheiden – „1 jour avant arnaud“, abgekürzt „1 j.a.a.“ und „1 jour après arnaud“, abgekürzt „1 j.a.a.“ – tendenziell blöd…





arnaud

26 11 2010

heute habe ich arnaud kennen gelernt. arnaud ist ein sehr netter mensch. sonst würde ich ihn sicher nicht in meinem blog erwähnen. wir haben ungefähr eine halbe stunde miteinander verbracht. dann bin ich schmunzelnd nach hause gelaufen.

arnaud ist friseur. und wie ihr euch denken könnt, würde ich nicht über einen friseurbesuch schreiben, wäre er nicht etwas ganz besonderes gewesen.

ich komme also heute abend in den friseursalon, werde von einer netten dame empfangen, die mir sogleich meinen mantel abnimmt und mich zu einer umkleidekabine bringt. ich gestehe, ich habe in diesem moment wohl nicht den allerhellsten gesichtsausdruck aufgesetzt. das lag vielleicht einfach daran, dass ich mich mit einem kurzen panischen blick in den laden nochmal versichert habe, ob ich auch wirklich in einem friseursalon gelandet bin. zur beruhigung: es war tatsächlich einer.

da ich nicht wirklich wusste, was ich beim friseur in einer umkleidekabine machen soll und auch alle anderen menschen im salon noch vollständig bekleidet waren, habe ich dann erklärt, dass alles in ordnung sei und ich mich nicht umziehen müsse.

die nette dame hat mir dann sofort meinen friseur-umhängemantel gebracht und mir hinein geholfen. man trägt diesen umhang übrigens wie einen bademantel und sieht darin genauso aus. das impliziert natürlich auch das „am-bauch-zubinden“. das hat die nette dame für mich übernommen.

sogleich wurde ich dann zum haarewaschen in den hinteren teil des salons geführt. ich durfte auf einer geschmackvollen ledercouch platz nehmen und es hieß nur: es kümmert sich gleich jemand um dich. unterdessen wurde mir von einer zweiten dame sofort ein wasser gereicht.

schließlich kam dame nummer drei, um mir die haare zu waschen. doch als ich schon fast am waschbecken saß, fragte sie mich, wer mir denn die haare schneiden würde.

ich: arnaud.
sie: bist du zum ersten mal hier? habt ihr euch schon kennen gelernt? hat er sich schon deine haare angeschaut?
ich: nein…

und bevor ich noch etwas sagen konnte, wurde auch schon arnaud herbei zitiert. ein junger mann, ungefähr mein alter, schwarz gekleidet, weiße krawatte, blitzeblank polierte lackschuhe, gepflegtes äußeres, neckisch gestutzter bart.

arnaud hat mich dann mit handschlag begrüßt, sich nach meinem namen und wohlbefinden erkundigt und mir sogleich erklärt, dass er leider kein englisch spreche – aber bei meinem tollen französisch sei das ja auch überhaupt kein problem. an dieser stelle habe ich dann wohl zum zweiten mal diesen nicht allzu hellen gesichtsausdruck aufgesetzt. dieses mal gepaart mit ein wenig angst im blick. aber arnaud hat mir versichert, dass wir das schon schaukeln würden.

ich habe arnaud dann erklärt, dass ich mit diesen vielen haaren auf dem kopf nicht mehr leben kann und mag. das hat ihn sehr traurig gemacht und er wollte mich unter anderem mit permanenten verweisen auf die kalte witterung und den hip-faktor zur gepflegten langhaarfrisur überreden, hat dann aber nach mehrmaligem insistieren meinerseits klein bei gegeben.

daraufhin ging es zurück zur waschstation, wo mich dame nummer drei wieder in empfang nahm, mich dieses mal endgültig in den sessel vors waschbecken setzte und mir die beine auf einen eigens dafür gedachten hocker legte.

die dann folgende haarwäsche möchte ich eigentlich nicht als solche bezeichnen. es wäre eine schamlose untertreibung. was auf das ganze sitzprozedere folgte, war eine kopfhaut-stirn-nebenhölen-augenbrauen-ohren-massage vom feinsten. ich war kurz davor die lästige schneiderei abzusagen und mich weiter massieren zu lassen.

doch auch die schönsten dinge im leben gehen mal vorbei und ich wieder zurück zu arnaud. der ließ dann auch sogleich seine scheren klappern. ich habe noch nie einen friseur gesehen, der mir mit – ungelogen – sieben (!) verschiedenen scheren die haare geschnitten hat!

welchen einfluss das vorherige kennenlernen auf die ganze haarwaschprozedur hatte, hat sich mir übrigens bis jetzt noch nicht erschlossen. sei’s drum!

während arnaud also schnitt, meine haare überall hin nur nicht auf den boden fielen (wäre ich doch mal besser in die umkleide gegangen und hätte mich meines pullovers entledigt – das „schutzmäntelchen“ war nämlich ein kurzärmeliges…), fanden wir heraus, dass arnauds cousine als linguistik-professorin in berlin lehrt. einziges problem: arnaud wusste nicht in welcher sprache. die gute spreche immerhin acht verschiedene und er habe beim besten willen keine ahnung welche sie in berlin unterrichte.

wie auch immer: nach einer halben stunde war arnaud fertig. allerdings nicht ohne mir noch zu zeigen, wie ich denn meine neue frisur – die übrigens fast genau wie meine alte vor der abreise ausschaut – zu gelen hätte. ich solle dazu am besten meine brille aufziehen und ganz genau aufpassen.

gesagt, getan. ich musste allerdings feststellen, dass diese ganze gelerei zwar nicht so ausfiel wie im heimischen bad, das ergebnis dafür schon.

arnaud brachte mich dann zur garderobe, half mir in den mantel und verabschiedete mich per handschlag – natürlich nicht ohne mir eine gute heimreise nach deutschland zu wünschen. auf englisch. das hatte er von der dame an der rezeption erfragt.

die hat mir dann auch stolz die rechnung für den ganzen spaß präsentiert. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, nach welchen kriterien sie berechnet wurde. hier ein paar vermutungen:

  • duftintensität der verwendeten haarpflegeprodukte
  • gewicht der abgeschnittenen haare
  • volumen der abgeschnittenen haare
  • länge der abgeschnittenen haare

um es kurz zu machen: es war der wohl teuerste normale haarschnitt meines lebens – und das, obwohl ich mir eigentlich nicht den meines erachtens bestimmt schweineteuren, weil ultra stylishen friseur mit kaminfeuer im schaufenster auf dem weg zur arbeit ausgesucht hatte.

auf jeden fall bin ich am ende dieses halbstündigen intermezzos um 50 dollar leichter, dafür um viele erfahrungen und ein debiles grinsen reicher nach hause gelaufen.

übrigens: „tipping is not a city in china.“ will heißen: natürlich müssen der friseur und die haarwäscherin ein trinkgeld bekommen – und mit ein, zwei dollar ist es da nicht getan…





off topic – kinners, nicht abgucken…

22 11 2010

liebe deutsche unternehmen,
liebe kommunikations- und webdesign-agenturen,

schaut ihr euch gelegentlich auch mal die ergebnisse eurer arbeit an? und: wagt ihr manchmal auch einen blick auf die seiten der (direkten) konkurrenz? ich glaube: NEIN. wie ließe sich sonst folgende entdeckung erklären?

united internet

telekom

für alle, die nicht ganz verstanden haben worauf ich hinaus will, nochmal eine kurze erklärung: united internet und die telekom verwenden ein und dasselbe bild. und das nicht irgendwo tief versteckt auf ihren seiten, sondern beide jeweils in ihrem jobportal.

wer’s nicht glaubt, hier nochmal im detail:

united internet

telekom

wer das jetzt für einen fiesen trick hält, der kann sich gerne auf den entsprechenden unternehmensseiten überzeugen:

UNITED INTERNET (kann unter umständen ein wenig dauern. bis der richtige header angezeigt wird) und TELEKOM








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