worauf ich mich wirklich freue

16 11 2010

versteht mich jetzt bitte nicht falsch: ich mag kanada und ich mag québec. wirklich. nichtsdestotrotz: mit blick auf die mittlerweile überschaubare verbliebene zeit hier und die nicht mehr allzu ferne rückreise nach deutschland, sind mir ein paar dinge eingefallen, auf die ich mich (abgesehen vom wiedersehen mit familie und freunden) so richtig freue:

  • schwarzbrot
  • vernünftig isolierte fenster
  • rieslingschorle
  • ein bad, dessen heizung den namen auch verdient und in dessen dusche sich die wassertemperatur durch ein drehen am hahn auch tatsächlich korrigieren lässt
  • eine fahrt auf der autobahn mit einem europäischen auto und in einer mir angenehmen geschwindigkeit
  • leitungswasser, das nicht nach chlor riecht und schmeckt
  • weihnachtsmärkte mit glühweinständen
  • besteck und teller, die man nach dem essen nicht einfach wegwirft
  • fußball im tv
  • brezeln
  • unfreundliche bedienungen, die mich sitzen lassen wo ich will, die die bestellung aufnehmen, sie bringen, mich nicht fragen wie es mir geht und mir die rechnung bringen, nachdem ich sie mindestens dreimal darauf aufmerksam gemacht habe und nicht wenn mein glas gerade halbleer ist
  • mit dem bier vor der kneipe zu stehen
  • nicht immer nur zwischen gekochtem schinken und putenbrust wählen zu können
  • speisen, die auch tatsächlich gesalzen wurden
  • ein voll funktionsfähiges iphone
  • radio wortbeiträge, die maximal zwei minuten lang sind – und auf deutsch
  • den duft einer bäckerei
  • durch und durch deutsches fastfood: currywurst, pizza und döner
  • ein handballspiel in der pfalzhalle
  • computer, deren menüs nicht von natur aus auf französisch eingestellt sind

die reihenfolge der nennungen impliziert keine wertung





off topic – geiler scheiß

18 10 2010

mein skurriles youtube-video des tages: ein konzert in der new yorker u-bahn – mit allem drum und dran aber dann eben doch ohne instrumente. ach mann, ich vermisse mein iphone…

 





laptop und lederhosen

30 08 2010

der sonntag ist rum – entspannung ist anders… aber der reihe nach.

heute morgen aufstehen und dann gleich mal die neue redaktion bei radio centre-ville besichtigen. ich sag’s mal so: interessant. von außen ist der sender sehr unscheinbar – von innen betrachtet glaubt man auch nicht wirklich, dass da radio gemacht wird! das equipment wirkt und ist auch tatsächlich nicht mehr ganz state of the art, musik kommt hier noch von der cd und zueinander passende büromöbel – braucht doch kein mensch! da geht’s beim swr eben schon ein wenig anders zu! aber: es funktioniert! und das ist ja wohl die hauptsache! ;o)

morgen früh geht es dann richtig mit der arbeit los. auf dem programm steht erstmal eine technische einführung – zumindest habe ich das so verstanden. dieses quebec-französisch ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig… mir wurde auf jeden fall versichert meines sei „très bien“ – ich bin also mal gespannt und werde berichten!

heute mittag dann eigentlich ein kurzer programmpunkt: handykauf. einfach? denkste! der kanadier an sich wartet gerne. aus dem handykauf wurde nämlich die beste arbeitsamtvorbereitung, die man sich wünschen kann. ladentür auf, nummer ziehen und dann: warten! ähnlich wie im immigration-office am flughafen. nur dass ich mich hier frei im laden bewegen konnte und nicht im glaskasten und unter beobachtung warten musste. doch die warterei hat sich gelohnt: handy ist gekauft, kanadische nummer vorhanden. wer sie haben will: kurze e-mail an mich und schon kommt die nummer zurück.

heute abend dann die gesellschaftlichen verpflichtungen: wir zwei mediencampus-stipendiaten waren zum dinner eingeladen. der leiter der bayerischen staatskanzlei und medienminister siegfried schneider ist gerade in montréal zu besuch und wollte da die beiden bayerischen stipendiaten treffen. meinen migrationshintergrund habe ich natürlich verschwiegen. nach der bierprobe (die bei den experten übrigens keine begeisterungsstürme hervorgerufen hat – wen wundert’s? reinheitsgebot und cassis-bier sind nicht die allerbesten freunde.) gab es dann lecker essen. und wein. die gastgeber wussten wohl warum… lecker war’s auf jeden fall.

wir waren allerdings nicht die einzigen ministerialen gäste heute abend. in schneiders schlepptau reist nämlich die gesamte bayerische computerspielebranche (ja, die gibt es tatsächlich!). als nordamerikanisches spielemekka hat montréal in der branche einen hervorragenden ruf und sämtliche branchengrößen sitzen hier. ich muss ja ganz ehrlich gestehen: anstatt morgen in den job zu starten, würde ich auch gerne an dem besichtigungsprogramm teilnehmen: ubisoft, ea, eidos… naja, man kann nicht alles haben.








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