québlog

2 11 2010

da hat er wieder zugeschlagen, der wortspieler…

wie ihr unschwer erkennen könnt: die blogfreien tage sind vorbei, die montréaler arbeitswelt hat mich wieder. nach einem schönen wochenende in der provinzhauptstadt hieß es heute morgen: früh aufstehen, auto abgeben und dann ab in den sender. schließlich ist montag konferenztag und nebenbei will da auch noch eine kleine dienstagssendung vorbereitet werden. und allerheiligen ist in kanada leider ein fremdwort…

samstagmorgen ging es also mit einem traum von einem auto (kia soul…) die knapp 300 kilometer gen norden – immer schön am sankt lorenz strom entlang und niemals schneller als 100. dem tempomat sei dank. ich weiß nicht, ob ich es sonst geschafft hätte, den fuß so lange ruhig zu halten.

leider hat sich das schöne und vor allem vergleichsweise warme unter-der-woche-wetter pünktlich zum wochenende verabschiedet, deshalb: städtetrip bei minusgraden. eine interessante erfahrung, die ich allerdings nicht unbedingt immer haben muss. da wünscht man sich doch einen weihnachtmarkt mit einem festten glühwein herbei…

québec ist zwar die hauptstadt unserer gleichnamigen provinz, allerdings deutlich kleiner und entsprechend ruhiger als die metropole montréal. man könnte es auch das kanadische wiesbaden nennen.

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gleichzeitig ist québec die zweitälteste europäische kolonie in kanada (gegründet 1608) und die einzige stadt in ganz nordamerika, deren ursprüngliche festungsanlagen noch intakt sind. da steht also tatsächlich noch eine stadtmauer (im moment leider zu großen teilen hinter gerüsten versteckt – schließlich soll die mauer ja noch weitere 400 jahre halten!) und auf dem berg über der stadt thront ein fort, das noch heute von der armee genutzt wird.

eindeutig beherrscht wird die silhouette der stadt aber vom chateau frontenac – einem luxushotel mitten in der stadt, das die kanadische eisenbahngesellschaft ende des 19. jahrhunderts hat errichten lassen. und bevor fragen kommen: nein, das war (leider) nicht meine herberge fürs wochenende. wer dem link folgt und sich die preise anschaut, der weiß auch gleich warum…

ansonsten ist québec (zumindest die altstadt) so ganz anders, als man es von einer nordamerikanischen stadt erwartet: kopfsteinpflaster, häuser aus grobem stein, enge gässchen – und genau das ruft beim besucher latente zweifel hervor. auch wenn ich weiß, dass das alles echt ist – man wartet doch immer darauf, um eine ecke zu biegen und die ganze altstadt als disney-erfindung zu enttarnen. es ist eben einfach ungewohnt – aber trotzdem schön! das fanden auch die vereinten nationen und haben die altstadt zum weltkulturerbe erklärt.

eine andere besonderheit der stadt: der fahrstuhl. er verbindet die ober- mit der unterstadt. klar, die drei meter könnte man auch laufen – aber bei schweinewetter und wind ist man um jede auch noch so kleine gelegenheit zum aufwärmen dankbar! das war leider generell ein manko: im sommer ist die stadt viel lebendiger. was so ein bisschen sonne und warmes wetter nicht alles ausmachen können!

aber was wäre so ein trip ohne die lustigen geschichten am rande? here we go:

kleiner mittagstisch in einem imbiss. frage des kellners (die nachfolgenden sätze sind keine übersetzung!):
– in welcher sprache wollen sie denn die speisekarte? französisch? englisch? deutsch?
– ääähmm… wenn das so ist, warum nicht auf deutsch? aber wieso haben sie denn eine karte auf deutsch?
– ich bin in straßburg geboren und dann zwölf jahre in berlin auf die schule gegangen. seit ein paar jahren habe ich jetzt den imbiss hier. und heute morgen habe ich wie jeden morgen den berliner tagesspiegel im netz gelesen.

im fort auf dem hügel stehen noch immer einige kanonen. das größte exemplar kann mit 50 pfund schießpulver eine nicht minder leichte kugel rund fünf kilometer weit schießen. eine ganze menge. da man aber nicht immer im krieg ist und das ding nicht einrosten soll, kann man die kanone ja auch für andere, nicht-militärische zwecke einsetzen – zum beispiel, um den sankt lorenz strom frei von eis zu halten. oder um den bereits zugefrorenen fluss vom eis zu befreien. im kalten kanada ja gar nicht unbedingt die schlechteste idee. da wird also die kanone bestückt und ein geschoss auf die geschlossene eisdecke abgefeuert. dumm nur, wenn die kugel von der mächtigen eisdecke abprallt und dann unkontrolliert irgendwo in der stadt einschlägt… spricht man hier dann auch von friendly fire?

der québecer öpnv hat wohl gerade aktionswochen unter dem motto „ein herz für québecer fahrradfahrer bei diesem kalten wetter“

der streusand liegt schon griffbereit. das gibt mir zu denken…





das hochfest halloween

30 10 2010

am wochenende ist feierwochenende in ganz kanada: halloween. in deutschland eigentlich nicht mehr als eine randnotiz (abgesehen von den ganzen halloween-partys, die in den vergangenen jahren immer mehr zugenommen haben), ist dieses fest hier wohl das größte überhaupt. hier werden vorgärten mit kürbissen, gefakten spinnweben, grabsteinen und skeletten dekoriert, dass es nur so kracht.

aber das ist beim besten willen noch nicht alles. das passende kostüm ist hier wirkich essentiell. um das zu bekommen, muss man einfach in einen laden um die ecke gehen und schon kann man sich mit allem nötigen (und vor allem unnötigen) krimskrams eindecken.

gibt's hier was geschenkt?

oder man geht in einen speziellen laden, der ausschließlich rund um halloween seine türen öffnet, und shoppt dort. für die kanadier scheint das wohl die beliebteste option zu sein. ich bin dieser tage an einem dieser shops vorbei gelaufen und ich bin vor lauter staunen fast über den nächsten mülleimer gefallen!

 

der laden selbst war proppenvoll und vor der tür stand eine menschenschlange von ungelogen 50 metern länge! alle wollten da rein! jetzt gibt zwei möglichkeiten: entweder ist dieser laden der hippste halloween-laden schlechthin oder die kanadier sind einfach unglaublich halloween-geil. ich tippe auf letzteres. das letzte mal, dass es in deutschland solche schlangen gab, war wohl, als die ersten bananen in die ddr geliefert wurden!

ich werde von diesem ganzen halloween-trubel aber wohl nicht allzu viel mitkriegen. am wochenende ist nämlich wieder reisezeit. mit dem auto geht es rund drei stunden gen norden – nach québec city, die hauptstadt unserer gleichnamigen provinz und wenn ich recht weiß, dann ist dieses städtchen jetzt nicht unbedingt als partyhochburg verschrien..! mal schauen.

schönes wochenende nach deutschland!





bergfest

20 10 2010

ich habe gerechnet und gerechnet und gerechnet – das ergebnis steht: heute, 19. oktober (in deutschland ist mittlerweile schon der 20., ich weiß…), ist mein bergfest! ich bin jetzt seit genau 54 tagen in montréal – weitere 54 werden noch folgen. wer will, der kann sich anhand dieser infos natürlich ohne probleme ausrechnen, wann ich wieder nach deutschland komme. aber vorsicht: zeitverschiebung auf dem rückflug nicht vergessen…

ihr habt also noch ein wenig zeit, die andi-freie zeit in deutschland zu genießen und euch zu freuen, dass die armen québecer unter mir leiden müssen (oder umgekehrt?) und nicht ihr. noch heißt es: québec trauert, deutschland feiert – aber nicht mehr allzu lange…

wie auch immer: heute ist nicht nur für mich, sondern auch für meinen kleinen blog hier halbzeit. ich hätte es mir vor meiner abreise aus deutschland ja nicht träumen lassen, aber ich bin mittlerweile richtig blog-abhängig. aus der spaßveranstaltung vom anfang ist inzwischen bitterer ernst geworden. wenn es zeit und umstände zulassen – so habe ich mir zumindest als ziel gesetzt – möchte ich möglichst täglich bloggen. bisher ist mir das ganz gut gelungen und ihr wisst so immer bescheid, was hier in kanada läuft.

was ihr bisher vielleicht noch nicht wusstet: bloggen verändert den blogger bzw. seine sicht auf die welt. man kann nicht mehr einfach durch die stadt laufen, nicht mehr unbeschwert sein leben genießen. plötzlich sieht man alles nur noch durch die bb – die blogger-brille: hab ich schon ein geschichtchen für heute abend? gibt’s dazu passende bilder oder vielleicht ein video? kann ich da was aus dem stehsatz nehmen? ja… ich habe mir tatsächlich mittlerweile einen stehsatz zugelegt!

aus dem kleinen hobby, das euch das lesen ewig langer kettenmails ersparen sollte, ist inzwischen meine persönliche tageszeitung geworden – mit mir als herausgeber, chefredakteur, ressortchef(s), fotograf, layouter… hoffentlich führt das nicht zu einem termin auf der couch nach meiner rückkehr. und ich muss sagen: es macht nach wie vor spaß. ich hoffe, der leserschaft auch.

an dieser stelle möchte ich übrigens anmerken: seit blog-start ende august hatte andiontour.wordpress.com insgesamt über 3200 abrufe. wahnsinn! vielen dank dafür und euch allen weiterhin viel spaß beim lesen!

und was gehört in nordamerika zu jeder richtigen halbzeit? richtig: cheerleader. also gönne ich mir zur feier meiner persönlichen halbzeit auch meine persönliche cheerleader-einlage!

 

manche von euch haben es vielleicht schon gemerkt: seit anfang der woche findet ihr den kleinen paperblog-button „am fuß der rechten spalte“. paperblog ist eine initiative, die als blog-zusammenschau-zeitung fungieren möchte. vor einiger zeit haben die mich mal gefragt, ob ich da nicht mitmachen möchte. mal schauen, wie sich das ganze anlässt. wer will, der kann ja gerne mal dort vorbeischauen – aber nicht vergessen: die richtige musik spielt hier!





regen von oben, unten und der seite

16 10 2010

pfälzer besuch, forrest gump, bratwurst-streit, ein daniederliegender öffentlicher personennahverkehr – eine ereignisreiche woche geht zu ende.

zu meiner großen freude durfte ich diese woche haßlocher besuch im schönen montréal begrüßen. feiertagsbedingt war die arbeitswoche allerdings kürzer als sonst – die arbeit aber trotzdem im normalen rahmen. naja… zum gemeinsamen abendessen hat es immerhin immer gereicht.

außerdem waren die pfälzer damen eine große unterstützung im seit tagen schwelenden bratwurst-streit. an dieser stelle danke ich den zahlreichen blog-, facebook- und e-mail-kommentatoren für ihre zumeist pro-pfälzer-broodworschd-kommentare. allerdings musste ich auch feststellen, dass ich

  • dann doch ein paar patriotische franken kenne, die mir hier wohl in die parade fahren wollen;
  • so manche freundschaft wohl nochmals überdenken sollte;
  • die noch schweigenden hardcore pfälzer mal zu einer äußerung bewegen muss!

heute sind die haßlocher schließlich abgereist. mich hat das ein bisschen, den lieben petrus wohl sehr traurig gemacht. er konnte auf jeden fall gar nicht mehr aufhören zu weinen. und einen üblen husten hatte er wohl auch. dauerregen und windböen sind eine unschöne kombination. ich habe mich auf dem weg zur arbeit und nach hause ein bisschen wie forrest gump in vietnam gefühlt.

wer sich nicht mehr daran erinnert: im video einfach mal bis 2:10 spulen. ungefähr so kam ich mir heute vor. nur eben ohne vietnam.

meine lektion des tages: ein qualitätsregenschirm muss her. vielleicht auch noch ein paar regenhosen. und ich habe mir zwischenzeitlich wirklich überlegt, ob ich mir nicht auch noch ein paar gefütterte gummistiefel zulegen sollte. schweinekalt war’s nämlich obendrein. ich hoffe mal, dass das nicht so bleiben wird.

da war ja auch noch die geschichte mit dem daniederliegenden öffentlichen nahverkehr. was genau passiert ist? ich kann es nicht sagen. ich komme auf dem weg zur arbeit in die métro-station, sehe, dass meine bahn noch steht, renne die treppen runter und hechte in den noch wartenden zug. und dann passierte nichts. gar nichts. für die nächsten zehn minuten.

ok, „gar nichts“ stimmt nicht: zuerst ging das werbelaufband im wagen aus, dann die eine hälfte der lichter, dann die andere und schließlich der motor des zugs. ich bin dann irgendwann wieder ausgestiegen, um mit einem bus zu fahren. da kam aber auch keiner. also bin ich dann mal schön gen sender marschiert. soll ja gesund sein. auf dem heimweg am abend ging dann wieder alles.

es war aber interessant zu sehen, mit welcher gelassenheit der gemeine montréaler auf derartige ereignisse reagiert. während in deutschland wohl der komplette zug in kollektives meckern und aufregen verfallen wäre, wurden hier eben einfach die zeitungen, bücher und ipods aus den taschen gezogen. jetzt hat man ja mal ein bisschen zeit. gaaaanz entspannt!

in diesem sinne: schönes wochenende!





feier-tag

12 10 2010

heute war in kanada feiertag. für mich gleich doppelt. zum einen, weil hier heute thanksgiving gefeiert wurde, zum anderen, weil besuch aus der wunderschönen pfalz in montréal angekommen ist.

fangen wir doch mal beim thanksgiving an: feiertag ja, freier tag nein. ich musste zwar nicht arbeiten und auch die ganzen büros waren heute geschlossen. die läden und shops hatten aber in der regel alle geöffnet. wie an einem ganz normalen sonntag auch. schon irgendwie komisch.

zur feier des tages konnten wir es uns aber nicht nehmen lassen, feierlich essen zu gehen. und was gibt es zu thanksgiving? richtig: truthahn! so kam ich heute also zu meinem ersten thanksgiving-truthahn mit katoffelbrei und allem drum und dran. sehr lecker. allerdings hatte mich die hummer-suppe davor wohl ein wenig zu sehr gesättigt…

eigentlich war auch geplant, dass judith und freya (der haßlocher besuch) gemeinsam mit uns diese delikatesse genießen – doch hat ihnen der feiertagsverkehr zwischen toronto und montréal wohl einen strich durch die rechnung gemacht. die beiden kamen erst vor wenigen minuten hier an. da muss die haßloch-reunion (der eigentliche feier-tag) wohl eben morgen stattfinden!

bis dahin noch ein kleiner schmunzler zum zeitvertreib. in einem restaurant habe ich diese „deutsche spezialität“ gesehen. da war ich doch ganz froh, dass ich einen richtigen truthahn hatte. wenn das hier die duden-redaktion sähe…

 

deutsche spezialitäten...





grün, rot, gold

4 10 2010

feiertag in deutschland – ausflugstag in kanada! das hieß heute: auto mieten, raus vor die tore der stadt und dann einfach natur pur genießen.

wie sich das für tüchtige ausflügler gehört, hat heute morgen um 6.30 uhr der wecker geklingelt und dann gings auch schon los. per metro und expressbus mussten wir heute nämlich bis raus an den flughafen. sonntags scheinen alle autovermieter in montréal ausgebucht zu sein! die einzige station, die noch wagen verfügbar hatte: die avis-station am flughafen.

nach einer halben weltreise sind wir dann heute morgen dort angekommen, haben ein auto und dieses mal auch ohne probleme ein navi bekommen und dann gings auch schon los. gen norden, richtung nationalpark mont tremblant. da waren wir vor zwei wochen zwar schon einmal. allerdings war da noch alles grün.

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da wir mittlerweile aber schon fast nachtfrost haben (und morgens um 6.30 uhr die temperaturen nur knapp über dem gefrierpunkt liegen) hat die blattfärbung eingesetzt. wer im moment durch laubwälder fährt und läuft, der ist mittendrin im grün-rot-goldenen farbenmeer. das ist einfach der wahnsinn! solche farbenpracht habe ich in deutschland noch nie gesehen. es scheint fast, als hätte jemand sämtliche rot-, gelb- und orange-töne, die sich im farbenkasten finden lassen, ausgekramt und damit die blätter eingefärbt. einfach fantastisch! und das alles natürlich eingebettet in feinste kanadische natur- und seen-landschaften.

und weil wir dieses großartige schauspiel nicht nur aus dem auto heraus genießen wollten, sind wir natürlich auch ausgestiegen und gewandert. „geklettert“ wäre wohl fast der bessere ausdruck. es ging nämlich eine skipiste nach oben – nicht per gondel wie die anderen luschen, sondern zu fuß!

wer weiß, vielleicht geht es ja mit den temperaturen weiter so rapide abwärts und dann können wir demnächst noch ein drittes mal zum mont tremblant fahren – dann geht’s die berge aber mit der gondel nach oben und den skiern nach unten. yeeha! und dann will ich auch einmal in einem dieser unglaublich künstlich wirkenden hotels (siehe fotos) schlafen…





„deutschland über all“

25 09 2010

uiuiuiui… er hat „deutschland“ und „über“ und „all“ in einem satz gebraucht – vorsicht!

ja, hat er. aber keine angst – ich erklär’s: in montréal ist deutschland derzeit allgegenwärtig. 20 jahre wiedervereinigung sind hier im moment – so hat man fast den eindruck – DAS thema. es gibt zahlreiche kulturelle veranstaltungen, deutsche filme werden gezeigt, deutsche maler bzw. deren werke ausgestellt und das befinden der deutschen seit 1990 diskutiert.

ganz vorne mit dabei: das goethe institut hier in montréal. dort findet demnächst auch eine mehrtägige konferenz zum deutschen jubiläum statt. aus diesem anlass habe ich heute einen kanadischen politikprofessor zum thema „20 jahre wiedervereintes deutschland“ interviewt. ich fand das unglaublich spannend, mich mit einem außenstehenden vom fach über mein heimatland zu unterhalten.

auch wenn mir sonst zehn-minuten-interviews unglaublich lang vorkommen – hier fand ich es sehr interessant und hätte gerne noch weiter mit ihm gesprochen. und ab einem gewissen punkt dann auch lieber auf deutsch oder englisch als auf französisch. wenn es um die große weltpolitik geht, dann ist der wortschatz halt doch irgendwie begrenzt…

aber: es ging während unseres gesprächs nicht nur um die weltpolitik. großes thema während der kommenden konferenz: sport und vor allem fußball! was hat der wm-gewinn 1990 fürs deutsche selbstbewusstsein und die nationale identität bedeutet? welche rolle spielt/e der sport beim zusammenwachsen von ost und west?

während der konferenz gibt es sogar auch einen vortrag unter der schönen überschrift: „the last of the ossis – michael ballack and the very idea of a ‚führungsspieler'“. darüber hinaus sind neben den ganzen politikern (diverse botschafter), literaten und uniprofessoren auch sportler da, unter anderem die deutsche eisschnelllauf-weltmeisterin monique garbrecht. wenn’s die zeit also zulässt, dann werde ich da auf jeden fall mal vorbei schauen.

wen das programm interessiert: HIER KLICKEN.

die geschichte mit der überschrift wollte ich ja noch erklären. eine französische kollegin, die ein bisschen deutsch kann, meinte ob der ganzen zeitungs- und ankündigungsflut zum jubiläum: „deutschland über all!“ ich bin dann kurz zusammengezuckt und habe ihr erklärt, dass man gerade in diesem zusammenhang auf die feinheiten der deutschen sprache achten muss. eine pause zwischen den einzelnen wort-komponenten kann da für erhebliche verwirrung und missverständnisse sorgen. ein „e“ und ein „s“ mehr oder weniger tun ihr übriges. das war ihr dann doch nicht so ganz bewusst gewesen…

da verweise ich doch gerne darauf, dass aussprache und korrekte interpunktion im zweifelsfall überlebensnotwendig sind:

wir essen, opa! oder eben wir essen opa!

und da sag nochmal jemand, man lerne nichts wirklich wichtiges im germanistik-studium!








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