mir schwant böses

17 09 2010

vor ein paar tagen hat es angefangen. zunächst war es nur eine vorahnung, aber die zeichen verdichten sich immer mehr. die einschläge kommen immer näher. es wird immer konkreter. ich hatte eigentlich gehofft, dass es noch ein bisschen dauern wird – vergebens. alle hoffnung war wohl umsonst.

der herbst kommt.

dass das wetter nicht mehr hochsommerlich ist, hatte ich ja schon vor einigen tagen geschrieben. so weit, so gut. aber mittlerweile ist es nicht mehr nur gefühlt und nur für ein paar tage kälter. es gibt handfeste indizien dafür, dass sich die jahreszeit ändert.

  1. es regnet. viel.
  2. meine liebe kanadische mitbewohnerin myriam hat mich gestern beim verlassen unserer wohnung gefragt: „sag mal, hast du eigentlich boots dabei? mit den sneakern kommst du nicht mehr lange weit…“
  3. ein kanadischer kollege beim radio hat mich heute angesprochen: „lange kannst du die sneaker aber nicht mehr tragen. ein paar boots oder festere schuhe brauchst du schon.“ (ihr seht die übereinstimmung zwischen den beweisstücken 2 und 3?)
  4. ich war eben noch in einem kaufhaus in der stadt. wo vor einer woche noch shirts hingen, sind jetzt bastionen von mützen, schals, handschuhen und winterjacken aufgebaut. wer’s nicht glaubt – siehe fotos.

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übrigens: dieses formschöne mützchen, das ich da auf dem kopf habe, war wohl mit echtem tier gefüttert. es hat auf jeden fall verdammt warm gemacht. und kostet läppische 200 dollar. netto, versteht sich. daneben hingen übrigens jacken, gefüttert mit kanadischen gänsefedern. stückpreis: zwischen 550 und 800 dollar. netto – was sonst. sehr geil, die dinger. allerdings lohnt es wohl kaum, so eine jacke zu kaufen, da es

a) in deutschland wohl niemals so kalt werden wird, dass sich diese jacke auszeichnen kann und
b) damit wohl der komplette zollfreibetrag auf einen schlag ausgereizt wäre…

wie dem aber auch sei: während der durchschnittsdeutsche so langsam das frieren beginnt und in seiner temperaturwahrnehmung vom durchaus geschäftstüchtigen kanadischen einzelhandel unterstützt wird, lässt sich der kanadier von solchen kinkerlitzchen nicht beeindrucken. ok, die meisten sind vernünftig und tragen schon zumindest mal einen pullover, vereinzelt auch mal ein jäckchen. es gibt aber tatsächlich auch noch einige (nicht wenige) exemplare, die mit flip flops, shorts/kurzen röcken und t-shirts unterwegs sind. ersteres allerdings nur wenn nicht gerade sturzbäche über die straßen laufen.

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One response

17 09 2010
Ewwa

Schick sieht der Bub aus 🙂
Lass den Bart noch bissi wachsen dann frierst du auch nicht so sehr 🙂

Schöne Grüße aus dem heute sonnigen Würzburg!

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