Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
dieser tag schien vor ein paar monaten und sogar noch anfang der woche so unglaublich weit weg. jetzt ist er da – viel zu früh, fast ein wenig unerwartet und natürlich vollkommen unpassend: der tag der abreise. meine koffer sind nach einem kleinen marathon gepackt, alles ist drin und ich hoffe, dass ich diese dämlichen gewichtslimits nicht verfehle!
doch neben diesen alltäglich-weltlichen treiben mich noch ganz andere sorgen um: während ich mich von kollegen und freunden während der letzten tage schon verabschiedet habe, muss ich auch bald meiner lieben mitbewohnerin myriam “auf wiederseh’n” sagen. nicht ganz einfach. aber: sie hat mir versprochen, mich in deutschland besuchen zu kommen. und mir das versprechen abgenommen, dass ich wieder nach montréal komme. ein versprechen, das ich gerne einlösen werde!
überhaupt: montréal! ich war heute zum letzten mal in der altstadt unterwegs, habe ein kleines “servus” rausgedrückt und freue mich auf ein wiedersehen. die stadt hat sich zum abschied nochmal von ihrer (fast angenehmen) winterlichen seite gezeigt: die temperaturen sind heute abend auf warme -5 grad geklettert und es schneit mal wieder. und natürlich mussten mir die québecois auch am letzten tag noch einmal beweisen, dass sie eine ganz spezielle beziehung zum winter haben…
an dieser stelle ist es wohl auch zeit, den andiontour-blog zu beenden. zumindest für eine ganz weile. ich hoffe, ihr hattet beim lesen mindestens genauso viel spaß wie ich beim schreiben! und wenn der ein oder andere sogar noch ein bisschen was neues über québec erfahren hat: umso besser! vielleicht muss ich ja dann auch nicht all die ollen geschichtchen wieder und wieder erzählen wenn ich zurück in deutschland bin. und falls doch: sehr gerne!
das war also der letzte blogeintrag von kanadischem boden – das nächste mal sehen, lesen oder hören wir uns in der heimat! andi geht jetzt mal wieder auf tour. dieses mal: nach hause!
tagesprogramm heute: abschied nehmen. schon wieder. lange halt ich das wirklich nicht mehr durch. québec und die menschen hier sind mir wirklich ans herz gewachsen. da geht man dann halt auch mal kurz vor 6 uhr morgens ins bett…
ich wollte aber die gelegenheit nicht verstreichen lassen und noch eine montréaler spezialität vorstellen: poutine. was das ist? pommes mit geschmolzenem käse und bratensoße. wer sich das jetzt nicht ganz vorstellen kann: einfach mal zum zdf folgen. die erklären das ziemlich gut und haben die passenden bilder. allerdings nicht von der komischen aussprache des reporters in die irre führen lassen. ich glaube, der hat einfach einen kleinen sprachfehler…
da es mit dem link verstecken derzeit wohl irgendwelche probleme gibt, hier die komplette url:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1058924/Sinnvolles-Kanadische-Kalorienbombe#/beitrag/video/1058924/Sinnvolles-Kanadische-Kalorienbombe
guten appetit!
erinnert ihr euch noch an das videoprojekt, über das ich vor ein paar monaten berichtet habe? stichwörter: nachbarschaftsstreit, bürgersteig, musikvideo… wem das alles nichts mehr sagt, der kann sich HIER und HIER nochmal updaten. für alle anderen gibt es direkt das entsprechende musikvideo.
fun facts am rande:
die tage des abschieds sind gekommen. heute ist der bye-bye-marathon gestartet – mit einem netten abend bei einer meiner französischen kolleginnen. québécois, franzosen, belgier, griechen, deutsche – alle vereint im babylonischen sprachenwirrwarr und gemeinsam beim crêpes essen und becks bier trinken. herrlich!
der tag hat übrigens damit begonnen, dass ich mich mit american airlines um meinen verschollenen koffer streiten durfte. schließlich und endlich kam er dann heute nachmittag an. geliefert an die haustür und ohne schäden oder verluste. ich glaube fast, ich muss das gute stück gar nicht mehr aus-, sondern einfach nur noch umpacken.
auch wenn die tage in montréal mittlerweile gezählt sind, habe ich mir dann heute nachmittag doch noch einen dieser tage essentiellen kanadischen ausrüstungsgegenstand gekauft: boots. ohne dergleichen kann man hier wirklich nicht mehr vor die türe treten. die stadt versinkt im schnee. heute mittag wurde er zum teil sogar von lastwagen abtransportiert. und wenn ich “lastwagen” schreibe, dann meine ich die riesigen geschosse, die wirklich ein paar tonnen ladung verkraften.
im schuhgeschäft hat sich übrigens meine klamotten-leidensgeschichte fortgesetzt: ich versuche seit ein paar wochen nämlich vergebens jeans zu kaufen. in meiner größe sind die einfach nicht vorhanden. und ich war mittlerweile in gut einem dutzend geschäften! der nette schuhverkäufer hat mich deshalb heute auch nur mitleidig angeschaut: “junge, du brauchst wirklich boots – aber wir haben keine in deiner größe!” ich habe mir schon gedacht, dass ich entweder 50 pfund zunehme oder mir 10 zentimeter bein abhacke. und wenn das beil schon draußen ist, dann kann ich wohl auch gleich mit den füßen weitermachen…
der gute verkäufer hat mich dann aber in einen anderen laden geschickt (verbunden mit einem 15-minütigen fußmarsch, der sich mit deutschen halbschuhen ein wenig schwierig gestaltete). und tatsache: die hatten die gewünschten boots auch tatsächlich in meiner größe! ich hab also zugeschlagen und auf empfehlung des verkäufers auch gleich angelassen. er hatte beim blick auf meine alten schuhe wirklich nur noch mitleid übrig…
und weil es der winter so gut mit uns meint (höchsttemperatur heute: -9 grad, tiefsttemperatur morgen: -14 grad, nächste woche: -22 grad), höre ich schon den ganzen tag robert charlebois. der stammt aus montréal und weiß wovon er singt. für alle interessierten ein video mit text zum mitlesen.
hier noch ein kleines vorweihnachtliches mitbringsel aus new york: die lightshow an der fassade des edelkaufshauses saks…
ich bin wieder in montréal. wohlbehütet, müde und trotz vieler überraschungen bin ich heute abend wieder in meiner wohnung im plateau mont royal angekommen. es fühlt sich an wie daheim und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es das ab dem wochenende nicht mehr sein wird!
aber was wäre so eine reise ohne überraschungen?
ein äußerst spannender tag geht also zu ende, ich fall ins bett und bei meinem glück klingelt mich in ein paar stunden die airline raus, um mir die neuesten (hoffentlich guten) koffer-news zu überbringen…
Diese Diashow benötigt JavaScript.
das schreiben die anderen